Burnout vermeiden

Stressbewältigung und Burnoutprävention

Generation Ypsilon – ehrgeizig, anspruchsvoll, überfordert?

Ein Artikel in der September-Ausgabe der Zeitschrift „Psychologie Heute“ und die Tatsache, dass ich immer mehr 25-35-Jährige kenne, die durch Stress und Selbstüberforderung an der Grenze einer Burnouterkrankung stehen, haben mich nachdenklich gestimmt. Ist es etwa eine Generationenfrage, wie gut oder schlecht man mit Stress umgeht oder ob man eher mehr oder weniger burnoutgefährdet ist? – Autorin: GF

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich beruflich nicht nur mit dem Thema Betriebliche Gesundheitsförderung, sondern auch mit Employer Branding beschäftige. Und dabei geht es auch immer wieder um die Frage: Wie ticken unsere Mitarbeiter? Was sind die Bedürfnisse potentieller Bewerber? Was erwartet sich die sogenannte „Generation Y“ vom Leben und von der Arbeitswelt? Zu dieser Generation zählen Menschen, die in der Zeit zwischen 1980 und 1995 geborenen sind. Sie gelten als große Sinnsucher, legen Wert auf Individualität, sind freizeitliebend und haben einen starken Fokus auf gemeinschaftliche Formen wie Freunde und Familie. Eigentlich alles Faktoren, die eine gute Basis für seelische Gesundheit darstellen. Trotzdem nehmen psychische Störungen bei den Ypsilonern nach neuesten Studien überproportional zu[1], und weiß ich, dass viele meiner ehemaligen Kollegen sich nur mit Unterstützung von Coaching, Psychotherapie oder vereinzelt gar mit Beruhigungsmitteln durch ihren Job schleppen. Was belastet diese Menschen so sehr?

Gesellschaftliche Herausforderungen

In einem Alter, in dem unsere Eltern längst schon verheiratet waren und mitten in der Familiengründung steckten, sind heutige Ypsiloner noch mit Ausbildung und erster Jobsuche beschäftigt. Sie wohnen deutlich länger zuhause als frühere Generationen, viele starten erst mit Anfang 30 in ihren ersten Vollzeitjob. „Die unzähligen Möglichkeiten, die ihnen nach Abitur oder Ausbildung vermeintlich offenstehen, empfinden die meisten als eher belastend denn bereichernd.“ so Anne-Ev Ustorf in Psychologie Heute.

Zudem sind die Mitglieder der Generation Y in einer Zeit ständigen Wandels aufgewachsen: Internet, Globalisierung, Finanzkrise und Klimawandel haben zu einem volatilen Lebensgefühl beigetragen und fordern die junge Generation heraus, sich und ihre Lebensplanung immer wieder den neu gewandelten Realitäten anzupassen.[2] Dazu kommt eine kontinuierliche Beschleunigung in vielen Lebensbereichen. Sei es der digitale Fortschritt oder die Verkürzung der Ausbildungszeiten wie z.B. durch das Bachelorstudium. Letzteres dürfte mit ein Grund dafür sein, dass in Deutschland jeder zweite Student extrem angestrengt ist, „ein Fünftel leider gar unter einer diagnostizierten psychischen Störung wie Depressionen, psychosomatischen Erkrankungen, Anpassungs- und Belastungsstörungen oder Angsterkrankungen.“[3]

Die Generation Y in der Arbeitswelt

Man sagt ihnen zwar immer wieder nach, dass sie es sich lieber gemütlich machen und die Freizeit der Arbeit vorziehen. Dabei geht es den Millenials, wie die Generation Y auch genannt wird, vielmehr um Flexibilität, um Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit und um den Wunsch nach einer sinnstiftenden Beschäftigung. Wo noch vor einiger Zeit der Begriff „Work-Life-Balance“ im Mittelpunkt stand und damit die Frage nach Arbeit oder Leben, hat sich nun eher ein „Work-Life-Blending“ durchgesetzt. Die Generation Y will beides, arbeiten und leben, und hat gelernt, mit den verschwimmenden Grenzen von Arbeit und Freizeit umzugehen. Da kommt es schon einmal vor, dass die teilzeitbeschäftigte Mutter nachmittags ihre Kinder betreut und abends wieder den Laptop aufklappt um E-Mails abzuarbeiten. Auf der Suche nach einer Aufgabe, die Sinn macht und zu einem erfüllten Leben beiträgt, gehen viele Ypsiloner ihrem Job mit großer Leidenschaft nach. Oft mit zu viel Leidenschaft. So, dass ständige Erreichbarkeit, Überstunden und überhöhtes Engagement auch immer wieder zu Überforderung und Erschöpfung führen.

Die neue Achtsamkeit der Generation Z [4]

Aber die nächste Generation steht schon vor der Tür und sie tickt anders, teilweise sogar deutlich anders als die Generation Y. Und das macht Hoffnung darauf, dass es in Hinblick auf den Umgang mit Stressoren und unserer schnelllebigen Zeit ein Umdenken gibt. Die Nachfolgegeneration der Millenials nennt sich „Generation Z“, dazu zählen all jene, die in der Zeit zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Christian Scholz, Professor an der Universität des Saarlandes, beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wodurch sich diese neue Generation auszeichnet. Eine seiner spannendsten Erkenntnisse ist wohl, dass diese jungen Leute, die nun gerade in der Lehre, im Studium oder in ihren ersten Jobs stecken, so etwas wie eine neue Achtsamkeit entwickelt haben dürften.

Jahrelang haben sie beobachtet, dass die Generation Y bis spät abends bei der Arbeit saß, sich dabei verausgabt und überfordert hat. Daraus dürften viele Z-ler gelernt haben und äußern nun den Wunsch nach einer strikten Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Dies soll die Erholung erleichtern und aus dem Feierabend wieder eine echte Qualitätszeit für Körper und Geist machen.

Es dürfte also stimmen, dass auch die jeweilige Zeit in der wir aufwachsen und leben mit all ihren gesellschaftlichen, sozialen und technischen Gegebenheiten einen wesentlichen Einfluss auf unsere Arbeitsweise, Stresserlebnisse und Stressbewältigungsfähigkeit haben. Umso mehr sind wir gefordert, uns mit diesen Dynamiken bewusst auseinanderzusetzen und geeignete Schutzmechanismen zu entwickeln. Wir dürfen gespannt sein, ob es den kommenden Generationen gelingen wird, dies auch in Zeiten der Digitalisierung zu verwirklichen. Ich halte jedenfalls die Daumen.

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[1] Ustorf, Anne-Ev (2017): Generation Y. Jung und unbeschwert? in „Psychologie Heute“ (September 2017). S. 58ff.

[2] Ustorf, Anne-Ev (2017): Generation Y. Jung und unbeschwert? in „Psychologie Heute“ (September 2017). S. 59

[3] Ustorf, Anne-Ev (2017): Generation Y. Jung und unbeschwert? in „Psychologie Heute“ (September 2017). S. 63

[4] Scholz, Christian (2017): die-generation-z.de (28.10.2017)

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Der Stress mit dem Vergleich

„Vergleiche machen unglücklich.“ – Diesen oder ähnliche Sätze findet man des Öfteren in Ratgebern. Warum vergleichen wir uns so oft mit anderen, wie beeinflussen uns diese Vergleiche und bestimmt der Erfolg unseren Selbstwert? – Autor GS

Meinen ersten Beitrag auf diesem Blog habe ich über das Thema Selbstwert geschrieben (1). Ein wichtiger Einflussfaktor für den Selbstwert sind soziale Vergleiche. Wir vergleichen uns mit anderen, um zu sehen, wer stärker, besser, erfolgreicher ist. In Urzeiten war dieser Impuls sehr wichtig. Der Mensch musste erkennen, ob sein Gegenüber stärker oder schwächer ist und ob sich ein Kampf, aus welchem Grund auch immer, lohnt. Aber auch heutzutage vergleichen sich die Menschen, oft läuft das wie automatisch und ganz unbewusst ab. Wer sieht besser aus, wer ist erfolgreicher im Beruf, wer kann sich mehr leisten? Der Vergleich dient uns als Orientierung und um uns in der Gesellschaft zurechtzufinden.

Mehr Vergleichsmöglichkeiten

Durch die Medien, insbesondere durch das Internet, sind die Möglichkeiten sich heutzutage zu vergleichen enorm gestiegen. Im Fernsehen, im Radio und in der Zeitung wird täglich über erfolgreiche Menschen berichtet, Sendungen und Talkshows sind voll mit Menschen, die „es geschafft“ haben. Wenn wir die Profile und Postings von Bekannten in den sozialen Medien sehen, staunen wir über deren tolle Unternehmungen und Erfolge. So entsteht schnell der Eindruck, dass viele Menschen rund um uns herum erfolgreicher sind als wir selbst. Diese Vergleiche können hohe Erwartungen, Stress, Leistungsdruck und geringen Selbstwert verursachen.

Der Erfolg der Anderen

Doch wenn man genauer hinsieht, verliert der Erfolg anderer an Strahlkraft. Der gebürtige Oberösterreicher und Physiker Florian Aigner deckt in seinem Buch „Der Zufall, das Universum und du“ auf, dass hinter vielen Erfolgsgeschichten der Zufall steckt (2). So wäre die Fußballmannschaft, die später Weltmeister wurde, fast in der Vorrunde ausgeschieden, wenn nicht der Schiedsrichter einen Elfmeter übersehen hätte. Oder das erfolgreiche Start-up schon in der Anfangsphase gescheitert, wenn sich nicht der Dollarkurs stark verändert hätte.

Doch sehr oft, selbst wenn der Zufall im Spiel ist, wird Erfolg eher an einer Person festgemacht. So wird der Spekulant, der glücklich auf die richtigen Aktien gesetzt hat, zum Börsenguru, oder der Unternehmer, der seine Firma in einem günstigen Umfeld gründet, zum Managementgenie. Natürlich sind in diesen Fällen auch Stärken wie Wissen, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz wichtige Einflussfaktoren. Diese Eigenschaften bringen u.U. aber auch jene Leute mit, die am Ende keinen Erfolg haben. Bei einer Untersuchung mit 1500 erfolgreichen Firmen wurde festgestellt, dass sowohl Geschick als auch Zufall für den Erfolg der Unternehmen verantwortlich sind, sogar mit einer stärkeren Tendenz zu zweiterem. (3) Daraus können wir ableiten, dass es nicht immer an uns bzw. an unserem Können liegt, in bestimmten Bereichen erfolgreich zu sein.

 

Oft bedenken wir auch nicht, dass Erfolg keine objektive Größe und zudem vergänglich ist. Ein Unternehmer wird als Vorbild von einem Vortrag zum anderen herumgereicht, in dem er berichtet wie man am besten wirtschaftet. Zwei Jahre später ist sein Unternehmen bankrott. Ein Olympiasieger im Sport wird des Dopings überführt, einem Politiker mit großer Wählerschaft wird Korruption nachgewiesen und ein Popstar wird nicht mehr von Fans bejubelt, sondern endet im Dschungelcamp. Der Bekannte, der auf Facebook von den tollsten Urlauben in aller Herren Länder berichtet, ist hochverschuldet und weiß nicht, wie er die nächsten Mieten bezahlen soll. In vielen Fällen ist Erfolg nicht von Dauer und hat seine Schattenseiten bzw. seinen Preis, der auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Nicht umsonst heißt es „Erfolg ist relativ“. Warum vergleichen wir uns aber gerade in dieser Hinsicht so oft und warum macht uns das unglücklich?

Vergleich und Selbstwert

Unglücklich werden wir erst dann, wenn wir uns durch den Vergleich mit erfolgreichen Menschen minderwertiger fühlen. Vielleicht hilft uns eine Sichtweise wie in den vorhergehenden Absätzen, um dem Erfolg weniger Bedeutung einzuräumen. Andererseits könnten wir den eigenen Wert auch von Tugenden wie zum Beispiel „Integrität, Hilfsbereitschaft, Mitmenschlichkeit, Gelassenheit und“…  „der Nachsicht mit sich selbst“ (4) abhängig machen. Ein Selbstwertgefühl, das sich nur an äußeren Erfolgen orientiert, muss immer wieder erneuert und abgesichert werden. (5) Das ist sehr anstrengend und lässt uns nie zur Ruhe kommen.

Wahrscheinlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit, sich niemals mit anderen zu vergleichen. Wie eingangs erwähnt, ist der Vergleich mit anderen ja auch notwendig um sich zu orientieren. Wichtig ist jedoch, den Wert eines Menschen bzw. unseren Selbstwert nicht von Erfolg oder Misserfolg abhängig zu machen. Eine derartige Haltung würde folgendermaßen aussehen:
Wir gönnen es den anderen erfolgreich zu sein, aber fühlen uns deswegen nicht minderwertig. Wir sind stolz auf die eigenen Leistungen, aber sehen uns deshalb nicht anderen überlegen. Wir messen unseren Erfolg an den eigenen Zielen und holen uns unseren Selbstwert aus Dingen, die wir geschaffen haben ohne sie mit anderen zu vergleichen.
Eine derartige Haltung nimmt uns Druck, verringert Stress und steigert die Zufriedenheit.

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(1) http://www.burnoutvermeiden.at/selbstwert-und-stress/

(2) Florian Aigner (2016): Der Zufall, das Universum und du, S 207-221; Wien: Christian Brandstätter GmbH & Co. KG

(3) Florian Aigner (2016): Der Zufall, das Universum und du, S 209f; Wien: Christian Brandstätter GmbH & Co. KG

(4) https://www.psychologie-heute.de/das-heft/aktuelle-ausgabe/detailansicht/news/der_gefuehlte_wert/

(5) https://www.psychologie-heute.de/das-heft/aktuelle-ausgabe/detailansicht/news/der_gefuehlte_wert/

 

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Interview: MBSR – Wie Achtsamkeit als Schlüssel zur Stressbewältigung dient

Bewusst atmen, achtsam durchs Leben gehen, ganz im Moment sein: Im Zusammenhang mit dem Thema Burnoutprävention wird auch immer wieder der Begriff der Achtsamkeit genannt. Ich war neugierig was hinter der achtsamkeitsbasierten Stressbewältigung steckt und habe Birgit Strasser, Psychologin, Pädagogin und MBSR-Lehrerin in Ausbildung, zum Interview gebeten. – Autorin: GF

 Gabriele Fischereder: Was versteht man unter MBSR“ und was hat das mit Stress zu tun?

Birgit Strasser: Die Abkürzung MBSR steht für „Mindfulness Based Stress Reduction“. Jon Kabat-Zinn, der Begründer dieses Kursprogrammes zur Stressreduktion, hat es ursprünglich für Patienten mit chronischen Schmerzen entwickelt. Heute weiß man aus einer Vielzahl an wissenschaftlich fundierten Studien, dass die Übungen des MBSR generell Menschen mit jeder Form von stressbedingten Belastungen dabei unterstützen ihre mentale und körperliche Gesundheit zu fördern.

 Gabriele Fischereder: Achtsamkeit ist ja gerade ein großer Trend, kannst du kurz beschreiben, worum es im Kern dabei geht?

Birgit Strasser: Du hast recht, Achtsamkeit ist gerade in aller Munde, auch wenn ihre Wurzeln eigentlich einer sehr alten Tradition entspringen. Sie beschreibt das bewusste Lenken unserer Aufmerksamkeit. Dabei kann der Fokus der Aufmerksamkeit nach Innen oder Außen gerichtet werden. In beiden Fällen geht es einfach darum, wahrzunehmen, was gerade gegenwärtig ist und sich auf diese Weise mit dem Hier und Jetzt zu verbinden.

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Filmbesprechung: Depression – Neue Hoffnung?

Körper und Psyche hängen stärker zusammen als bisher gedacht. Schon unser Blogbeitrag über den Einfluss der Darmflora (1) liefert Indizien dazu. Eine aufschlussreiche Fernsehdokumentation von Arte und Hessischer Rundfunk (2) stellt einen engen Zusammenhang zwischen Psyche und Immunsystem her. Daraus ergeben sich auch interessante Schlussfolgerungen für die Burnoutprävention. – Autor: GS

Burnout ist im Endstadium sehr oft mit einer Depression verbunden. Im Film wird von 350 Millionen erkrankten Menschen weltweit gesprochen, jeder fünfte Erdbürger mache einmal im Leben eine Depression durch. Erkenntnisse aus der Forschung können auch Hinweise in punkto Burnoutprävention geben.

Depression und Immunsystem

In der Dokumentation wird verdeutlicht, dass unser Immunsystem und Depressionen stark zusammenhängen: Wenn wir Stress haben, ist das Immunsystem in Alarmbereitschaft. Durch die Ausschüttung von Botenstoffen bereitet es den Körper auf eventuelle Verletzungen vor. Entzündungen (3) verhindern dabei Krankheiten durch eindringende Bakterien oder Viren.

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Alles wird gut: Wie uns Optimismus vor dem Ausbrennen schützt

Ich würde von mir behaupten, ein grundoptimistischer Mensch zu sein. Mein Paradespruch in schwierigen Situationen ist: Alles wird gut. Mit meiner zuversichtlichen Haltung habe ich schon Vieles im Leben gemeistert. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb?) treffe ich immer wieder auf Menschen, die lieber auf Nummer sichergehen und gemäß „Murphy’s Law“ davon ausgehen, dass alles was schiefgehen kann, auch schiefgehen wird. Meine Argumente für den Optimismus werden in solchen Gesprächen auf eine harte Probe gestellt. Gleichzeitig festigt sich dadurch aber nur umso mehr meine Überzeugung, dass eine positive Lebenseinstellung nicht nur Sinn macht, sondern auch gesund für die Seele ist. – Autorin: GF

In Trainings und Vorträgen bringe ich gern das folgende Zitat von Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, dann regnet es auch.“ Es fasst für mich so wunderbar zusammen, worum es beim Thema Optimismus geht. Egal, in welch verfahrener Situation ich mich befinde, egal, wie trüb der Ausblick in die Zukunft auch sein mag, wir können gewisse Dinge im Leben einfach nicht ändern. Es liegt an uns, ob wir dann ängstlich oder verärgert reagieren und damit uns selbst und unseren Mitmenschen das Leben schwermachen. Oder aber wir entscheiden uns dafür, die Dinge so zu akzeptieren wie sie nun mal sind und das Beste daraus zu machen.

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Wie gut die Natur gegen Stress hilft

Gewusst haben wir es schon immer. Die Natur tut uns gut und macht uns gesünder. Mittlerweile kann die Forschung dies auch belegen. Doch was macht die Natur genau mit uns und was bewirkt sie in unserem Körper? – Autor: GS
Ich staune, als ich in Psychologie Heute von der folgenden kanadischen Studie lese: Der Studie nach verbessert sich der Gesundheitsstatus der Stadtbewohner Torontos, wenn sich mehr Bäume um deren Lebensmittelpunkt herum befinden. Konkret heißt es da: Zehn zusätzliche Bäume rund um einen Wohnblock verlängern das Leben des Durchschnittseinwohners um (unglaubliche) sieben Jahre. (1)

Selbst, wenn diese Studie nur zum Teil stimmen sollte, so spricht sie doch eine deutliche Sprache und belegt, wie wichtig die Pflanzenwelt für die Gesundheit des Menschen ist. Der dazugehörige Artikel stammt von Clemens G. Arvay, einem österreichischen Biologen. Sein Buch „Der Biophilia Effekt – Heilung aus dem Wald“ widmet sich den positiven Einflüssen der Natur auf den Menschen. (2)

Terpene stärken die Gesundheit

Doch wie kommt es, dass Bäume eine so starke Wirkung auf unsere Gesundheit haben? Die Antwort heißt Terpene. Dabei handelt es sich unter anderem um Botenstoffe, mit denen sich Pflanzen untereinander verständigen. Diese Stoffe bewirken in uns Menschen, dass unser Herzkreislauf-System besser funktioniert, sie verringern die Gefahr Diabetes zu bekommen, lassen uns besser schlafen und stärken insbesondere unser Immunsystem. (3)

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Interview: Anti-Vitamin Stress – Warum sich Hektik und gesundes Essverhalten nicht gut vertragen

Zu einem gesunden Lebensstil gehört neben Bewegung und ausreichend Entspannung auch eine ausgewogene Ernährung. Oft haben wir aber keine Zeit dafür. Gerade in stressigen Zeiten ist ein schnelles Weckerl vor dem Computer, ein Schokoriegel oder der Besuch im Fastfood-Restaurant für Viele die bequemere Alternative. Ich habe Ernährungswissenschafterin und Atemcoach Mag. Eva Grünauer zum Interview getroffen und sie gefragt, worauf wir in Sachen Ernährung achten sollten, wenn es wieder mal stressig wird.  – Autorin: GF

Gabriele Fischereder: Stress und Ernährung, wie hängen diese beiden Themen zusammen?

Eva Grünauer: Stress ist quasi das „Anti-Vitamin“ der Ernährung und viele ernährungsbedingte Probleme sind heute leider mit Stress in Verbindung zu bringen. In einer hektischen Situation sind alle unsere Körperfunktionen auf Kampf oder Flucht eingestellt. Da bleibt kaum Energie für die Verwertung von Mahlzeiten übrig.

Cortisol, das Stresshormon, verrückt zudem unsere Zeitwahrnehmung: Wir bekommen dadurch das Gefühl, als würde uns die Zeit davonlaufen. Das spüren wir auch bei Mahlzeiten. Stress oder erlebter Zeitdruck während dem Essen können unseren gesamten Organismus wesentlich beeinflussen.

Schnelles Essen – wie es viele von uns praktizieren – löst umgekehrt auch selbst eine Kaskade an Stressreaktionen im Körper aus. Dabei müssen wir uns persönlich gar nicht gestresst fühlen, alleine der schnelle mechanische Kauvorgang führt dazu, dass das Blut den Verdauungsorganen vier Mal weniger zur Verfügung steht als sonst. Daraus resultiert eine stark verminderte Verdauungskapazität, unser Essen bleibt sprichwörtlich im Magen liegen. Auch jene Enzyme, die für die Aufschlüsselung von Nährstoffen notwendig sind, sind in solchen Situationen um bis zu 20.0000-fach reduziert.

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Lachen ist gesund … und befreit uns von Stress

Am Anfang musste ich mich ordentlich überwinden. Wildfremde Leute grundlos lauthals anzulachen, war mir einfach peinlich. Mit der Zeit hatte ich meine Scham überwunden und mein Lachen kam natürlicher, meine Laune besserte sich zusehends und es stellte sich ein entspanntes Gefühl von Leichtigkeit ein. – Autor: GS

Aber alles der Reihe nach. Eine Freundin fragte mich, ob ich zum „Lachtreff“ mitgehen wollte. Ich hatte einmal vor Jahren in einem Rhetorikseminar sehr viel Gutes darüber gehört und auch ein paar interessante Übungen gemacht, deshalb willigte ich ein. Im Kreis von ca. 10 Personen begannen wir mit den Übungen. Wir spielten Alltagssituationen, zum Beispiel Einkaufen gehen oder Putzen, und lachten dabei über dieses und jenes. Wir gingen durcheinander im Kreis und lachten jeden schallend an, der uns entgegenkam. Lachen ist ja bekanntlich ansteckend, dafür sorgen schon die Spiegelneuronen.

Das anfangs gekünstelte Lachen fiel immer leichter. Kombiniert mit Lockerungs- und Atemübungen führte das dazu, dass wir uns immer entspannter fühlten. Nach einer Stunde Lachtraining kam ich mir leicht wie eine Feder vor. Mich fasziniert, dass Lachen eine derartige Wirkung auf meinen Körper ausübt.

Die Wirkung von Lachen

Gelotologie (1) hat nichts mit Erdkunde zu tun, sondern ist die Wissenschaft von den  Auswirkungen des Lachens. Sie beleuchtet körperliche und psychische Aspekte des Lachens. Gelotologen sehen im Humor sehr viele positive Auswirkungen. Demnach stärkt das Lachen das Immunsystem, vertreibt Frühjahrsmüdigkeit, verändert Gedankenmuster und verbessert Heilungsprozesse. Außerdem ist es ein Stresskiller: Beim Lachen werden Endorphine freigesetzt, Verspannungen lösen sich, ja sogar gegen Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen ist es hilfreich. Ein Wundermittel also und ganz rezeptfrei!

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Einmal Burnout und zurück: Warum systematisches Eingliederungsmanagement Sinn macht

Hier am Blog dreht sich alles um die Themen Burnout vermeiden und Stressbewältigung. Der Großteil unserer Beiträge setzt sich also mit Strategien auseinander, die einem Ausbrennen vorbeugen sollen. Heute möchte ich aber auf die Frage eingehen: Was tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin bereits erkrankt ist? Was kann ein Unternehmen dazu beitragen, eine verminderte Arbeitsfähigkeit bei Betroffenen wiederherzustellen und wie können Mitarbeiter nach ihrer Rückkehr aus einem längeren Krankenstand wieder gut am Arbeitsplatz integriert werden? – Autorin: GF

M. hat mehr als 2 Jahre über ihre Kräfte hinaus gearbeitet, war mit Herzblut für ihren Job im Einsatz, ist auch in schwierigen Veränderungsphasen zum Unternehmen gestanden und hat dabei ihre körperlichen Symptome immer wieder hintangestellt. „Es wird schon vorbeigehen.“ „Für den Arzttermin habe ich grad keine Zeit.“ „Nach diesem Projekt wird’s eh leichter.“ „Die neue Führungskraft bringt uns bestimmt Stabilität“. Ihre Hoffnungen haben sich leider in Luft aufgelöst und plötzlich ging einfach nichts mehr: Krankenstand! Zuerst 3 Wochen, dann 6 und schließlich waren es 3 Monate. Irgendwann hatte sie sich mit dem Arbeitgeber geeinigt, das Dienstverhältnis aufzulösen. Sie würde ja ohnehin nicht mehr an den alten Arbeitsplatz zurückwollen.

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Die Kunst des Pause Machens

Früher legten die Betriebe Arbeitspausen genau fest. Heutzutage können sich Mitarbeiter ihre Pausen selbst einteilen. Doch der oft vorhandene Zeitdruck bringt Arbeitnehmer immer wieder dazu, Pausen zu streichen und durchzuarbeiten. Dies ist weder für den Mitarbeiter noch für das Unternehmen gut. – Autor: GS

Jeder braucht mal eine Pause. Schon Frederic Taylor hat Ende des 19. Jahrhunderts herausgefunden, dass Arbeiter ihre Aufgaben effizienter verrichten, wenn sie regelmäßig Pausen machen. Konkret gelang es ihm bei Verkürzung der täglichen Arbeitszeit sowie durch zusätzliche Verlängerung der Pausenzeiten, die Produktivität zu steigern. (1)

Während früher Sirenen Pausenanfang und -ende einläuteten, können sich Arbeiter und Angestellte heute ihre Pausen innerhalbe eines gewissen Rahmens selbst einteilen. Doch wie von diesem Recht Gebrauch gemacht wird, ist unterschiedlich. Die Gesundheitspsychologin Anne Katrin Maytssek meint, dass sich Mitarbeiter immer seltener Zeit für Pausen nehmen, zumeist in Folge des hohen Arbeitsdruckes. Manche ließen sogar ihre Mittagspause ausfallen. (2) Gerhard Blasche von der Medizinischen Universität Wien sieht den zunehmenden Zeit- und Termindruck sowie den Einsatz von neuen Technologien in den letzten zwanzig Jahren als Erschwernisse für die Erholung. (3)

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