Burnout vermeiden

Stressbewältigung und Burnoutprävention

Interview: MBSR – Wie Achtsamkeit als Schlüssel zur Stressbewältigung dient

Bewusst atmen, achtsam durchs Leben gehen, ganz im Moment sein: Im Zusammenhang mit dem Thema Burnoutprävention wird auch immer wieder der Begriff der Achtsamkeit genannt. Ich war neugierig was hinter der achtsamkeitsbasierten Stressbewältigung steckt und habe Birgit Strasser, Psychologin, Pädagogin und MBSR-Lehrerin in Ausbildung, zum Interview gebeten. – Autorin: GF

 Gabriele Fischereder: Was versteht man unter MBSR“ und was hat das mit Stress zu tun?

Birgit Strasser: Die Abkürzung MBSR steht für „Mindfulness Based Stress Reduction“. Jon Kabat-Zinn, der Begründer dieses Kursprogrammes zur Stressreduktion, hat es ursprünglich für Patienten mit chronischen Schmerzen entwickelt. Heute weiß man aus einer Vielzahl an wissenschaftlich fundierten Studien, dass die Übungen des MBSR generell Menschen mit jeder Form von stressbedingten Belastungen dabei unterstützen ihre mentale und körperliche Gesundheit zu fördern.

 Gabriele Fischereder: Achtsamkeit ist ja gerade ein großer Trend, kannst du kurz beschreiben, worum es im Kern dabei geht?

Birgit Strasser: Du hast recht, Achtsamkeit ist gerade in aller Munde, auch wenn ihre Wurzeln eigentlich einer sehr alten Tradition entspringen. Sie beschreibt das bewusste Lenken unserer Aufmerksamkeit. Dabei kann der Fokus der Aufmerksamkeit nach Innen oder Außen gerichtet werden. In beiden Fällen geht es einfach darum, wahrzunehmen, was gerade gegenwärtig ist und sich auf diese Weise mit dem Hier und Jetzt zu verbinden.

Gabriele Fischereder: Wie kann uns Achtsamkeit im Zusammenhang mit Stressbewältigung helfen?

Birgit Strasser: Unser Stresserleben ist etwas sehr Subjektives und wird zum Großteil von unseren Gedanken beeinflusst, also z.B. ob wir eine Situation als bedrohlich oder herausfordernd einschätzen. Im Zusammenhang mit der Stressbewältigung ist es sinnvoll, stressverstärkende Gedanken zu erkennen, sich mit der Zeit von ihnen zu lösen, bzw. sie als bloße Gedanken zu identifizieren.

Achtsamkeit ist also eine Möglichkeit unseren Geist zur Ruhe zu bringen und unsere Bewertungs-Schemata zu unterbrechen. Mit Hilfe spezieller Übungen lernen Achtsamkeitspraktizierende ihren unruhigen Geist zu erforschen. Dabei können sie „gedankliche Grübelschleifen“ identifizieren und durch Innehalten und der Verbindung mit dem eigenen Atem angemessenes Handeln auch in Stresssituationen umsetzen.

Gabriele Fischereder: Was sind darüber hinaus noch Themenfelder, bei denen Achtsamkeit heilsam sein kann?

Birgit Strasser: Achtsamkeit ist ein Instrument der Selbsterforschung und auch ein Weg zu innerer Einsicht. Am Anfang der Achtsamkeitspraxis ist es hilfreich, sich dem Atem und den eigenen Körperempfindungen zuzuwenden. Der Atem ist von Geburt an ein ständiger Begleiter, er hilft uns sich im Körper zu verankern und zur Ruhe zu kommen.

Mit fortschreitender Praxis rücken auch die eigenen Gedanken und Gefühle in den Fokus der Aufmerksamkeit. Reiz-Reaktions-Muster in Stresssituationen werden erforscht und mit Hilfe von Achtsamkeit werden schrittweise Alterativen zu klassischen Stressreaktionen wie z.B. hektisches Verhalten oder Ärger erkannt, erweitert und bewusst genutzt. Das bedeutet, dass Achtsamkeit uns generell dabei unterstützt, gelassener durchs Leben zu gehen. So wie Jon Kabat-Zinn sagt: „Man kann die Wellen nicht aufhalten, aber man kann lernen zu surfen.“

Gabriele Fischereder: Was steckt hinter dem Thema ‚Mindful Leadership‘?

Birgit Strasser: Bei der Frage: „Was bedeutet es, eine gute Führungskraft zu sein?“ taucht schnell das Thema „achtsames Führen“ auf. Einige Konzerne, wie Bosch, Google oder DM sind bereits seit Jahren von der Wirksamkeit von Achtsamkeit als eine Maßnahme des „Betrieblichen Gesundheitsmanagements“ in Unternehmen überzeugt. „Mindful Leadership“ ist eine Form der Burnout-Prophylaxe und bildet die Basis für eine neue, achtsame Unternehmenskultur.

Gabriele Fischereder: Wie können sich Betriebe dieses Thema konkret zunutze machen?

Birgit Strasser: Es geht dabei unter anderem darum, als Führungskraft die Potentiale der Mitarbeiter zu sehen, menschliche Ressourcen zusammenzubringen und diese optimal im Unternehmen zu nutzen. Außerdem sollen Rahmenbedingungen für Entwicklung auf der einen Seite und Erholungsförderung auf der anderen Seite geschaffen werden. Aber auch der einzelne Mitarbeiter kann lernen, Achtsamkeit im turbulenten beruflichen Alltag umzusetzen, seine Bedürfnisse rechtzeitig wahrzunehmen und seine persönlichen Grenzen zu respektieren.

Gabriele Fischereder: Gibt es Tipps, wie wir Achtsamkeit in unseren Alltag integrieren können?

Birgit Strasser: Neben der formalen Achtsamkeitspraxis sind informelle MBSR-Übungen genauso wichtig, um Achtsamkeit im Alltag zu kultivieren.  Besonders Routine-Tätigkeiten, wie zum Beispiel Zähne putzen, abwaschen oder Autofahren, eignen sich dazu, Achtsamkeit zu üben. Es geht auch hier wieder darum, die Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit selbst zu richten, diese routinierten Abläufe bewusst mit allen Sinnen wahrzunehmen und mit Hilfe des sogenannten „Anfängergeistes“ Neues im Bekannten zu entdecken. Also anstatt Multitasking und Reizüberflutung, absichtsvolle Einfachheit in der Ausführung dieser Tätigkeiten walten zu lassen. Achtsamkeit im Alltag zu integrieren, ist somit eine lebenslange Aufgabe und Herausforderung.

Gabriele Fischereder: Letztens habe ich einmal von sogenannten „Achtsamkeitsspaziergängen“ gelesen. Was ist das genau und wie unterscheidet sich so ein Spaziergang von einem normalen Spaziergang?

Birgit Strasser: Bei einem Achtsamkeitsspaziergang geht es darum, alle Sinne auf Empfang zu schalten und ganz bewusst zu sehen, was es zu sehen, zu hören, was es zu hören und zu spüren, was es zu spüren gibt, ohne zu bewerten. Einfach neugierig und offen zu sein für neue Eindrücke. Am besten gelingt einem das, wenn man alleine unterwegs ist und keinen Zeitdruck hat. Das gleichmäßige Knirschen der Schuhe auf dem Boden wahrnehmen, die Bewegung der Blätter im Wind sehen und den Wind im Gesicht spüren. Wenn man sich auf dieses Abenteuer einlässt, kann man die Reichhaltigkeit der einfachen Dinge und des gegenwärtigen Moments erkennen und Schritt für Schritt, Gedanken und Gefühle einfach ziehen lassen und langsam innere Ruhe finden.

Gabriele Fischereder: Das klingt gar nicht so einfach.

Birgit Strasser: Natürlich ist auch diese Art des achtsamen Gehens ein Übungsprozess, besonders in unserer zielorientierten Leistungsgesellschaft, wo immer das TUN im Vordergrund steht und wir das einfache SEIN oft verlernt haben.

Gabriele Fischereder: Kann man bei Achtsamkeitsübungen auch etwas falsch machen?

Birgit Strasser: Jon Kabat-Zinn sagt: „Jede Aktivität, bei der man Achtsamkeit walten lässt, wird in gewisser Weise zur Meditation.“ So gesehen geht es auch genau darum „Nicht-Wissen“ zuzulassen, mit Anfängergeist das Leben zu erforschen, den eigenen Perfektionsanspruch loszulassen und mit achtsamer Aufmerksamkeit ins Leben zu starten.

Gabriele Fischereder: Wie läuft ein MBSR-Kurs ab und was können sich Teilnehmer davon erwarten?

Birgit Strasser: Der klassische MBSR-Kurs besteht aus 8 wöchentlichen Treffen zu je 2,5 Stunden. Dazwischen werden die Kursteilnehmer mittels Übungs-CDs zum täglichen Praktizieren angeleitet. Außerdem gibt es einen Tag der Stille, wo die im Kurs gelernten Übungen, wie der Body Scan, achtsame Yogaübungen und die klassische Sitz- und Gehmeditation, im Schweigen trainiert werden.

Für Menschen, die am Thema interessiert sind, ist ein 8 Wochen MBSR-Kurs sicher eine gute Gelegenheit, Achtsamkeit in ihr Leben zu integrieren und sich ausführlicher damit zu beschäftigen.

Gabriele Fischereder: Danke, Birgit, für das Interview!

 

Strasser_kleiner

Mag. Birgit Strasser ist Pädagogin, Psychologin für Gesundheitsförderung und MBSR-Lehrerin in Ausbildung. Ihr nächster MBSR-Kurs in Wien startet im Herbst 2017 (10.10.2017 – 28.11.2017, immer dienstags von 18:30-21:00 und Samstag 25.11.2017 von 9:00-16:00), Infos und Anmeldung unter the.streets@drei.at oder telefonisch unter 0676 74 100 45.

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Filmbesprechung: Depression – Neue Hoffnung?

Körper und Psyche hängen stärker zusammen als bisher gedacht. Schon unser Blogbeitrag über den Einfluss der Darmflora (1) liefert Indizien dazu. Eine aufschlussreiche Fernsehdokumentation von Arte und Hessischer Rundfunk (2) stellt einen engen Zusammenhang zwischen Psyche und Immunsystem her. Daraus ergeben sich auch interessante Schlussfolgerungen für die Burnoutprävention. – Autor: GS

Burnout ist im Endstadium sehr oft mit einer Depression verbunden. Im Film wird von 350 Millionen erkrankten Menschen weltweit gesprochen, jeder fünfte Erdbürger mache einmal im Leben eine Depression durch. Erkenntnisse aus der Forschung können auch Hinweise in punkto Burnoutprävention geben.

Depression und Immunsystem

In der Dokumentation wird verdeutlicht, dass unser Immunsystem und Depressionen stark zusammenhängen: Wenn wir Stress haben, ist das Immunsystem in Alarmbereitschaft. Durch die Ausschüttung von Botenstoffen bereitet es den Körper auf eventuelle Verletzungen vor. Entzündungen (3) verhindern dabei Krankheiten durch eindringende Bakterien oder Viren.

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Alles wird gut: Wie uns Optimismus vor dem Ausbrennen schützt

Ich würde von mir behaupten, ein grundoptimistischer Mensch zu sein. Mein Paradespruch in schwierigen Situationen ist: Alles wird gut. Mit meiner zuversichtlichen Haltung habe ich schon Vieles im Leben gemeistert. Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb?) treffe ich immer wieder auf Menschen, die lieber auf Nummer sichergehen und gemäß „Murphy’s Law“ davon ausgehen, dass alles was schiefgehen kann, auch schiefgehen wird. Meine Argumente für den Optimismus werden in solchen Gesprächen auf eine harte Probe gestellt. Gleichzeitig festigt sich dadurch aber nur umso mehr meine Überzeugung, dass eine positive Lebenseinstellung nicht nur Sinn macht, sondern auch gesund für die Seele ist. – Autorin: GF

In Trainings und Vorträgen bringe ich gern das folgende Zitat von Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, dann regnet es auch.“ Es fasst für mich so wunderbar zusammen, worum es beim Thema Optimismus geht. Egal, in welch verfahrener Situation ich mich befinde, egal, wie trüb der Ausblick in die Zukunft auch sein mag, wir können gewisse Dinge im Leben einfach nicht ändern. Es liegt an uns, ob wir dann ängstlich oder verärgert reagieren und damit uns selbst und unseren Mitmenschen das Leben schwermachen. Oder aber wir entscheiden uns dafür, die Dinge so zu akzeptieren wie sie nun mal sind und das Beste daraus zu machen.

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Wie gut die Natur gegen Stress hilft

Gewusst haben wir es schon immer. Die Natur tut uns gut und macht uns gesünder. Mittlerweile kann die Forschung dies auch belegen. Doch was macht die Natur genau mit uns und was bewirkt sie in unserem Körper? – Autor: GS
Ich staune, als ich in Psychologie Heute von der folgenden kanadischen Studie lese: Der Studie nach verbessert sich der Gesundheitsstatus der Stadtbewohner Torontos, wenn sich mehr Bäume um deren Lebensmittelpunkt herum befinden. Konkret heißt es da: Zehn zusätzliche Bäume rund um einen Wohnblock verlängern das Leben des Durchschnittseinwohners um (unglaubliche) sieben Jahre. (1)

Selbst, wenn diese Studie nur zum Teil stimmen sollte, so spricht sie doch eine deutliche Sprache und belegt, wie wichtig die Pflanzenwelt für die Gesundheit des Menschen ist. Der dazugehörige Artikel stammt von Clemens G. Arvay, einem österreichischen Biologen. Sein Buch „Der Biophilia Effekt – Heilung aus dem Wald“ widmet sich den positiven Einflüssen der Natur auf den Menschen. (2)

Terpene stärken die Gesundheit

Doch wie kommt es, dass Bäume eine so starke Wirkung auf unsere Gesundheit haben? Die Antwort heißt Terpene. Dabei handelt es sich unter anderem um Botenstoffe, mit denen sich Pflanzen untereinander verständigen. Diese Stoffe bewirken in uns Menschen, dass unser Herzkreislauf-System besser funktioniert, sie verringern die Gefahr Diabetes zu bekommen, lassen uns besser schlafen und stärken insbesondere unser Immunsystem. (3)

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Interview: Anti-Vitamin Stress – Warum sich Hektik und gesundes Essverhalten nicht gut vertragen

Zu einem gesunden Lebensstil gehört neben Bewegung und ausreichend Entspannung auch eine ausgewogene Ernährung. Oft haben wir aber keine Zeit dafür. Gerade in stressigen Zeiten ist ein schnelles Weckerl vor dem Computer, ein Schokoriegel oder der Besuch im Fastfood-Restaurant für Viele die bequemere Alternative. Ich habe Ernährungswissenschafterin und Atemcoach Mag. Eva Grünauer zum Interview getroffen und sie gefragt, worauf wir in Sachen Ernährung achten sollten, wenn es wieder mal stressig wird.  – Autorin: GF

Gabriele Fischereder: Stress und Ernährung, wie hängen diese beiden Themen zusammen?

Eva Grünauer: Stress ist quasi das „Anti-Vitamin“ der Ernährung und viele ernährungsbedingte Probleme sind heute leider mit Stress in Verbindung zu bringen. In einer hektischen Situation sind alle unsere Körperfunktionen auf Kampf oder Flucht eingestellt. Da bleibt kaum Energie für die Verwertung von Mahlzeiten übrig.

Cortisol, das Stresshormon, verrückt zudem unsere Zeitwahrnehmung: Wir bekommen dadurch das Gefühl, als würde uns die Zeit davonlaufen. Das spüren wir auch bei Mahlzeiten. Stress oder erlebter Zeitdruck während dem Essen können unseren gesamten Organismus wesentlich beeinflussen.

Schnelles Essen – wie es viele von uns praktizieren – löst umgekehrt auch selbst eine Kaskade an Stressreaktionen im Körper aus. Dabei müssen wir uns persönlich gar nicht gestresst fühlen, alleine der schnelle mechanische Kauvorgang führt dazu, dass das Blut den Verdauungsorganen vier Mal weniger zur Verfügung steht als sonst. Daraus resultiert eine stark verminderte Verdauungskapazität, unser Essen bleibt sprichwörtlich im Magen liegen. Auch jene Enzyme, die für die Aufschlüsselung von Nährstoffen notwendig sind, sind in solchen Situationen um bis zu 20.0000-fach reduziert.

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Lachen ist gesund … und befreit uns von Stress

Am Anfang musste ich mich ordentlich überwinden. Wildfremde Leute grundlos lauthals anzulachen, war mir einfach peinlich. Mit der Zeit hatte ich meine Scham überwunden und mein Lachen kam natürlicher, meine Laune besserte sich zusehends und es stellte sich ein entspanntes Gefühl von Leichtigkeit ein. – Autor: GS

Aber alles der Reihe nach. Eine Freundin fragte mich, ob ich zum „Lachtreff“ mitgehen wollte. Ich hatte einmal vor Jahren in einem Rhetorikseminar sehr viel Gutes darüber gehört und auch ein paar interessante Übungen gemacht, deshalb willigte ich ein. Im Kreis von ca. 10 Personen begannen wir mit den Übungen. Wir spielten Alltagssituationen, zum Beispiel Einkaufen gehen oder Putzen, und lachten dabei über dieses und jenes. Wir gingen durcheinander im Kreis und lachten jeden schallend an, der uns entgegenkam. Lachen ist ja bekanntlich ansteckend, dafür sorgen schon die Spiegelneuronen.

Das anfangs gekünstelte Lachen fiel immer leichter. Kombiniert mit Lockerungs- und Atemübungen führte das dazu, dass wir uns immer entspannter fühlten. Nach einer Stunde Lachtraining kam ich mir leicht wie eine Feder vor. Mich fasziniert, dass Lachen eine derartige Wirkung auf meinen Körper ausübt.

Die Wirkung von Lachen

Gelotologie (1) hat nichts mit Erdkunde zu tun, sondern ist die Wissenschaft von den  Auswirkungen des Lachens. Sie beleuchtet körperliche und psychische Aspekte des Lachens. Gelotologen sehen im Humor sehr viele positive Auswirkungen. Demnach stärkt das Lachen das Immunsystem, vertreibt Frühjahrsmüdigkeit, verändert Gedankenmuster und verbessert Heilungsprozesse. Außerdem ist es ein Stresskiller: Beim Lachen werden Endorphine freigesetzt, Verspannungen lösen sich, ja sogar gegen Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen ist es hilfreich. Ein Wundermittel also und ganz rezeptfrei!

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Einmal Burnout und zurück: Warum systematisches Eingliederungsmanagement Sinn macht

Hier am Blog dreht sich alles um die Themen Burnout vermeiden und Stressbewältigung. Der Großteil unserer Beiträge setzt sich also mit Strategien auseinander, die einem Ausbrennen vorbeugen sollen. Heute möchte ich aber auf die Frage eingehen: Was tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin bereits erkrankt ist? Was kann ein Unternehmen dazu beitragen, eine verminderte Arbeitsfähigkeit bei Betroffenen wiederherzustellen und wie können Mitarbeiter nach ihrer Rückkehr aus einem längeren Krankenstand wieder gut am Arbeitsplatz integriert werden? – Autorin: GF

M. hat mehr als 2 Jahre über ihre Kräfte hinaus gearbeitet, war mit Herzblut für ihren Job im Einsatz, ist auch in schwierigen Veränderungsphasen zum Unternehmen gestanden und hat dabei ihre körperlichen Symptome immer wieder hintangestellt. „Es wird schon vorbeigehen.“ „Für den Arzttermin habe ich grad keine Zeit.“ „Nach diesem Projekt wird’s eh leichter.“ „Die neue Führungskraft bringt uns bestimmt Stabilität“. Ihre Hoffnungen haben sich leider in Luft aufgelöst und plötzlich ging einfach nichts mehr: Krankenstand! Zuerst 3 Wochen, dann 6 und schließlich waren es 3 Monate. Irgendwann hatte sie sich mit dem Arbeitgeber geeinigt, das Dienstverhältnis aufzulösen. Sie würde ja ohnehin nicht mehr an den alten Arbeitsplatz zurückwollen.

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Die Kunst des Pause Machens

Früher legten die Betriebe Arbeitspausen genau fest. Heutzutage können sich Mitarbeiter ihre Pausen selbst einteilen. Doch der oft vorhandene Zeitdruck bringt Arbeitnehmer immer wieder dazu, Pausen zu streichen und durchzuarbeiten. Dies ist weder für den Mitarbeiter noch für das Unternehmen gut. – Autor: GS

Jeder braucht mal eine Pause. Schon Frederic Taylor hat Ende des 19. Jahrhunderts herausgefunden, dass Arbeiter ihre Aufgaben effizienter verrichten, wenn sie regelmäßig Pausen machen. Konkret gelang es ihm bei Verkürzung der täglichen Arbeitszeit sowie durch zusätzliche Verlängerung der Pausenzeiten, die Produktivität zu steigern. (1)

Während früher Sirenen Pausenanfang und -ende einläuteten, können sich Arbeiter und Angestellte heute ihre Pausen innerhalbe eines gewissen Rahmens selbst einteilen. Doch wie von diesem Recht Gebrauch gemacht wird, ist unterschiedlich. Die Gesundheitspsychologin Anne Katrin Maytssek meint, dass sich Mitarbeiter immer seltener Zeit für Pausen nehmen, zumeist in Folge des hohen Arbeitsdruckes. Manche ließen sogar ihre Mittagspause ausfallen. (2) Gerhard Blasche von der Medizinischen Universität Wien sieht den zunehmenden Zeit- und Termindruck sowie den Einsatz von neuen Technologien in den letzten zwanzig Jahren als Erschwernisse für die Erholung. (3)

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Mudras als „Gadgets“ zur Stressbewältigung

Mittlerweile habe ich sie sehr lieb gewonnen. Die Gesten, die zumeist mit der Hand ausgeführt werden, geben mir in vielen Situationen ein gutes Gefühl und tragen dazu bei, achtsamer mit mir selbst zu sein. Die sogenannten Mudras, was übersetzt so viel bedeutet wie „das, was Freude gibt“ (1), können aber auch helfen Stress zu reduzieren. – Autor: GS

Mudras werden sehr häufig in Asien verwendet, hier besonders bei einigen Yoga-Arten, während einer Meditation oder im indischen Tanz. Besonders bekannt sind zum Beispiel die gefalteten Hände vor der Brust, auch Anjali Mudra oder Namasté Mudra bezeichnet, die für die Begrüßung in Indien typisch ist. Aber auch in Europa halten Mudras zunehmend Einzug. So ist die als „Merkel Raute“ bekannte Geste der deutschen Bundeskanzlerin nichts Anderes als die Hakini Mudra, bei der sich die Spitzen der jeweiligen Finger beider Hände berühren. Diese Geste soll Entspannung und Konzentration bewirken, sowie für eine tiefe Atmung sorgen.

Mudras sollen Energie lenken und positiven Einfluss auf Körperteile und Prozesse in unserem Organismus haben. So gibt es Gesten, die zum Beispiel für den Magen oder für die Gelenke förderlich sind.

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Ich will es! Ich kann es! Ich schaff‘ es! – Was glühende Kohlen mit Stressbewältigung zu tun haben

Ich habe es tatsächlich getan: Ende November letzten Jahres bin ich mit meinen bloßen Füßen über glühende Kohlen gegangen. Das, was man sonst nur von Fakiren oder den Shaolin-Mönchen kennt – seinen Körper durch mentale Stärke unbeschadet durch beinahe unvorstellbare Kraftakte zu bringen – habe auch ich ausprobiert und geschafft. Ein beeindruckendes Erlebnis, das Teilnehmern eines solchen Feuerlaufs auch im Alltag viele Ängste und Zweifel nehmen soll und damit auch Ursachen von Stress im Keim ersticken kann. – Autorin: GF

Stress entsteht ja immer dann, wenn wir uns einer Situation nicht gewachsen fühlen. Und jetzt mal Hand auf’s Herz: So geht es uns ganz oft im Leben. Die große Prüfung am Studien-abschluss, das schwierige Verhandlungsgespräch mit dem Kunden, der riesige Berg an Projekten am Schreibtisch oder der Streit mit dem Partner. Wir haben Sorge, dass wir eine Situation nicht bewältigen können, Angst vor Zurückweisung, sind geplagt von Selbstzweifeln und fehlendem Selbstvertrauen, sehen für ein Problem keinen Ausweg. „Das ist eine Nummer zu groß für mich“, „Nie im Leben schaff ich das“ oder „Das pack ich nicht“ sind Gedanken, die uns in solchen Situationen durch den Kopf gehen. Ganz ähnlich ist es mir am Tag meines ersten Feuerlaufs ergangen.
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