Burnout vermeiden

Stressbewältigung und Burnoutprävention

Kategorie: Gesellschaft und Stress

Ist Gesundheit Privatsache?

Erst kürzlich habe ich es wieder in einem Gespräch mit einem Kunden gehört: „Was betrifft uns als Unternehmen das, wenn ein Mitarbeiter Burnout hat? Das kommt doch alles aus dem Privaten und geht uns nichts an.“ Sehr oft schon sind mir solche oder ähnliche Aussagen begegnet und ich argumentiere immer vehement dagegen. Andererseits steht natürlich außer Frage, dass Gesundheit etwas sehr Privates ist und gerade persönliche Krankheitsdaten äußerst schützenswert sind. Ob Gesundheit nun Sache jedes einzelnen Mitarbeiters ist, um die er sich selbst zu kümmern hat, um ‚bittschön‘ fit für die tägliche Arbeit zu sein – daran scheiden sich die Geister. Grund genug mich mit dem Thema im aktuellen Blogartikel einmal auseinanderzusetzen. – Autorin: GF

Irrtum 1: Psychische Probleme wie z.B. ein Burnout entstehen nur durch private Krisen

Ja, es stimmt. Manchmal ist es gerade eine Trennung, ein schwerer Krankheitsfall in der Familie oder der Tod eines geliebten Menschen, der das Fass in Richtung Burnout zum Überlaufen bringt. Aber private Tiefschläge sind nur einer von vielen Aspekten, die zu einer Burnout-Erkrankung führen können. In den allermeisten Fällen ist es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, die Menschen in die totale Erschöpfung bringt. Hoher Druck in der Arbeit, der dazu führt, dass kaum mehr Zeit für soziale Kontakt bleibt, körperliche Beschwerden, die sich parallel dazu einstellen und dann eben vielleicht noch eine Krise in der Familie. Gerne verweise ich hier auf das Käfer-Modell von Dr. Mirriam Prieß, das klarmacht, wie wichtig eine ausgewogene Balance der Lebensbereiche ist, um gesund zu bleiben und dass es eben nicht nur die Arbeit oder ausschließlich das Privatleben ist, das ein Burnout auslöst.

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Beruf und Familie – Eine Gratwanderung – Mütter in der Burnoutfalle

Das Burnoutsyndrom, auch gerne als „Managerkrankheit“ bezeichnet, wird zunächst mit Überforderung und Stress im Beruf in Verbindung gebracht. Allerdings ist Überbelastung längst nicht mehr nur ein Thema, dass ausschließlich den Bürobereich betrifft. Mütter, die im Alltag Haushalt, Kinder, Partnerschaft und Karriere meistern sollen, gehen immer mehr an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. – Autor: CC

Die Hauptursache dafür sind Trends und Veränderungen von Familienstrukturen. Vor nur einer Generation, nämlich der meiner Eltern, war der Familienalltag noch stark von traditionellen Rollenbildern geprägt. Mütter die damals berufstätig waren, konnten zumeist auf Großeltern als Backup zurückgreifen. Der gesellschaftliche Wandel, die Globalisierung, die heutigen aktiven Pensionisten und der Wunsch der Frauen nach Gleichberechtigung und Selbstverwirklichung, sind alles Gründe dieser verhältnismäßig raschen Veränderung dieses Rollenbilds.

Die moderne Frau von heute hat mindestens 2-4 Kinder, ist Mitglied im Elternverein, schraubt an ihrer Karriere, schmeisst den Haushalt und ist mondäne Gastgeberin, eine liebevolle Partnerin und natürlich die perfekte Mutter. Dabei geht es oft nicht nur um die finanzielle Sicherheit einer Familie, sondern auch um eine gesellschaftliche Erwartungshaltung. Man sollte so früh wie möglich wieder in den Beruf einsteigen und gleichzeitig Kinder und Familie nicht im Stich lassen. Kita-Plätze, Ganztagsbetreuung und Horteinrichtungen sind die Wünsche, die alle Herausforderungen lösen sollten.

Während ihre Kinder fremd betreut werden (Die Großeltern reisen gerade durch die Welt oder leben am anderen Ende derselben), sollte sie sich naturgemäß ohne schlechtes Gewissen und mit vollem Elan ihrer Karriere widmen. Davor und danach geht sie aber nicht auf das After-Work Bier oder in die Sauna, sondern sie wirft die Highheels in die Ecke um schnell wieder die Rolle zu tauschen. Sie muss und will ihre Kinder versorgen, sich Schulproblemen widmen, Aufmerksamkeit zeigen, etc. kurzum, die perfekte Mutter und im besten Fall auch Partnerin sein.

Aber wer sagt, dass man diesem Bild entsprechen muss? Die Frauenzeitschrift? Die Nachbarin?

Was hinter diesem Klischee verborgen bleibt, ist, dass eine Mutter in erster Linie ein Mensch ist, mit Schwächen, Fehlern, eigenen Bedürfnissen und auch mit schlechtem Gewissen, denn es schlicht nicht möglich gleichzeitig alles für den Job zu geben und für die Familie 100% da zu sein.

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Der Stress mit dem Glück

Ein überhöhter Leistungsanspruch, Stress und die damit verbundenen Konsequenzen sind mittlerweile ein viel diskutiertes Thema. Um dafür einen Ausgleich zu schaffen, sollten wir eine „Work-Life Balance“ leben, entspannt und gelassen sein, die innere Ruhe finden, im Hier und Jetzt sein und vor allem sollten wir „glücklich“ sein. In fast allen Zeitschriften und Ratgebern findet man Tipps und Tricks, um diesen erstrebenswerten Zuständen näher zu kommen. Außerdem sollten diese Errungenschaften möglichst effizient und dauerhaft erreicht werden. Für mich klingt das mehr nach Leistung als nach Wohlbefinden. In diesem Artikel möchte ich ein paar Denkanstöße zum Thema Glück anbieten, die den Stress, um jeden Preis glücklich sein zu müssen, entschärfen können.- Autor: Caterina

Auf der Suche nach Literatur zu dem Thema „Glück“, durchsuchte ich unter anderem die Regale verschiedener Buchhandlungen. Am Ende stellte ich fest, dass ich schon auf der Suche nach geeigneten Ratgebern überfordert war. Es klingt wie ein Punkt auf der täglichen To-Do-Liste, „glücklich sein“ zu müssen. Als ob man das Glück mit samt dem Ratgeber kaufen und für immer konservieren könnte, wenn man nur alles richtig und regelmäßig befolgt. Damit könnte man auf alle Fälle „besser“ und/oder schneller dauerhaft glücklich werden.

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