Burnout vermeiden

Stressbewältigung und Burnoutprävention

Kategorie: Zeit und Stress

Heute habe ich nichts gemacht

Nichts zu tun fällt uns manchmal schwer. Viele sind es gewohnt ständig aktiv zu sein und Dinge voran zu bringen. Dabei entsteht auch im Nichtstun sehr viel. Vor kurzem habe ich zu diesem Thema ein schönes Gedicht gefunden, das ich gerne auf unserem Blog teilen möchte. – Autor GS

Gedicht von Roberto Juarroz (gefunden in „Zeit – verweile doch…: Lebensformen gegen die Hast.“ von Karlheinz A. Geißler):

Heute habe ich nichts gemacht.
Aber viele Dinge geschahen in mir.

Vögel, die es nicht gibt,
fanden ihr Nest.
Schatten, die womöglich da sind,
erreichten ihre Körper.
Worte, die existieren,
erlangten ihre Stille wieder.

Nichts zu tun,
rettet manchmal das Gleichgewicht der Welt,
indem es erreicht, dass auch etwas Gewicht hat
auf der leeren Schale der Waage.

 

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Der Stress, etwas zu verpassen

Die Angst etwas zu verpassen gab es wahrscheinlich schon immer. Durch E-mail, Internet und Social Media scheint sich aber diese Anlage zu verstärken: Wir können E-mails im Urlaub checken, von zu Hause aus arbeiten, uns auf Facebook über Unternehmungen unserer Freunde und (flüchtigen) Bekannten informieren und wir müssen schnell noch diese Reise buchen, weil es gibt ja nur noch wenige Plätze und viele andere User interessieren sich auch dafür. Woher kommt die Angst etwas zu verpassen, warum sind gerade junge Menschen gefährdet und was kann man dagegen tun? – Autor GS

Der Begriff FOMO (=Fear Of Missing Out) bedeutet Angst etwas zu versäumen und wird immer häufiger verwendet. Gerade das Internetzeitalter mit den beliebten Social Media Diensten bietet uns die Möglichkeit über scheinbar alles informiert zu sein, sei es im beruflichen Umfeld oder in der privaten Umgebung. E-mail, Facebook, Instragram, Twitter und Whatsapp geben uns das Gefühl, an der Gemeinschaft teilzuhaben und mit vielen Leuten in Kontakt zu stehen. Viele Menschen beklagen sich darüber zu viel Zeit dafür aufzuwenden und doch können sie davon nicht lassen. FOMO gab es aber auch schon vor dem Auftauchen der Social Media Dienste. Facebook & Co haben, so scheint es, diese Ängste nur noch verstärkt.

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Interview: Anti-Vitamin Stress – Warum sich Hektik und gesundes Essverhalten nicht gut vertragen

Zu einem gesunden Lebensstil gehört neben Bewegung und ausreichend Entspannung auch eine ausgewogene Ernährung. Oft haben wir aber keine Zeit dafür. Gerade in stressigen Zeiten ist ein schnelles Weckerl vor dem Computer, ein Schokoriegel oder der Besuch im Fastfood-Restaurant für Viele die bequemere Alternative. Ich habe Ernährungswissenschafterin und Atemcoach Mag. Eva Grünauer zum Interview getroffen und sie gefragt, worauf wir in Sachen Ernährung achten sollten, wenn es wieder mal stressig wird.  – Autorin: GF

Gabriele Fischereder: Stress und Ernährung, wie hängen diese beiden Themen zusammen?

Eva Grünauer: Stress ist quasi das „Anti-Vitamin“ der Ernährung und viele ernährungsbedingte Probleme sind heute leider mit Stress in Verbindung zu bringen. In einer hektischen Situation sind alle unsere Körperfunktionen auf Kampf oder Flucht eingestellt. Da bleibt kaum Energie für die Verwertung von Mahlzeiten übrig.

Cortisol, das Stresshormon, verrückt zudem unsere Zeitwahrnehmung: Wir bekommen dadurch das Gefühl, als würde uns die Zeit davonlaufen. Das spüren wir auch bei Mahlzeiten. Stress oder erlebter Zeitdruck während dem Essen können unseren gesamten Organismus wesentlich beeinflussen.

Schnelles Essen – wie es viele von uns praktizieren – löst umgekehrt auch selbst eine Kaskade an Stressreaktionen im Körper aus. Dabei müssen wir uns persönlich gar nicht gestresst fühlen, alleine der schnelle mechanische Kauvorgang führt dazu, dass das Blut den Verdauungsorganen vier Mal weniger zur Verfügung steht als sonst. Daraus resultiert eine stark verminderte Verdauungskapazität, unser Essen bleibt sprichwörtlich im Magen liegen. Auch jene Enzyme, die für die Aufschlüsselung von Nährstoffen notwendig sind, sind in solchen Situationen um bis zu 20.0000-fach reduziert.

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Die Kunst des Pause Machens

Früher legten die Betriebe Arbeitspausen genau fest. Heutzutage können sich Mitarbeiter ihre Pausen selbst einteilen. Doch der oft vorhandene Zeitdruck bringt Arbeitnehmer immer wieder dazu, Pausen zu streichen und durchzuarbeiten. Dies ist weder für den Mitarbeiter noch für das Unternehmen gut. – Autor: GS

Jeder braucht mal eine Pause. Schon Frederic Taylor hat Ende des 19. Jahrhunderts herausgefunden, dass Arbeiter ihre Aufgaben effizienter verrichten, wenn sie regelmäßig Pausen machen. Konkret gelang es ihm bei Verkürzung der täglichen Arbeitszeit sowie durch zusätzliche Verlängerung der Pausenzeiten, die Produktivität zu steigern. (1)

Während früher Sirenen Pausenanfang und -ende einläuteten, können sich Arbeiter und Angestellte heute ihre Pausen innerhalbe eines gewissen Rahmens selbst einteilen. Doch wie von diesem Recht Gebrauch gemacht wird, ist unterschiedlich. Die Gesundheitspsychologin Anne Katrin Maytssek meint, dass sich Mitarbeiter immer seltener Zeit für Pausen nehmen, zumeist in Folge des hohen Arbeitsdruckes. Manche ließen sogar ihre Mittagspause ausfallen. (2) Gerhard Blasche von der Medizinischen Universität Wien sieht den zunehmenden Zeit- und Termindruck sowie den Einsatz von neuen Technologien in den letzten zwanzig Jahren als Erschwernisse für die Erholung. (3)

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Wir haben doch keine Zeit!

Nachdem ich ursprünglich aus der Werbebranche komme, bin ich immer noch aufmerksam für neue, ansprechende Werbespots und Kampagnen. Und in letzter Zeit fällt mir auf, dass immer mehr große Unternehmen auf das Thema Zeit setzen. Es sind vor allem Dienstleister, die mit schönen Bildern und emotionaler Musik darauf hinweisen, dass sie uns die lästigen Aufgaben des Alltags abnehmen, damit wir mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge haben. Auch in der Stressbewältigung und Burnoutprävention spielen Zeitdruck und fehlende Zeit zum Erholen eine große Rolle. – Autor: GF

„Wir haben doch keine Zeit!“ ist einer der berühmten Sager, den der mittlerweile Nicht-Mehr-Entertainer Stefan Raab jeden Abend bei seiner Late-Night-Show gebracht hat. Wir haben doch keine Zeit – auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft? Scheinbar, und auch die Werbebranche dürfte herausgefunden haben, dass Zeit zu einem unserer großen Herzenswünsche geworden ist. Nicht umsonst drehen sich mehr und mehr Kampagnen darum. In schönen Bildern wird uns gezeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt: Einmal nichts tun, den Wind auf der Haut spüren, gemeinsam lachen, Neues entdecken, den Krebs beim langsamen Krabbeln im Sand beobachten … Auch der umstrittene Edeka-Weihnachtsspot aus dem letzten Jahr drängt darauf, doch endlich wieder mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber nutzen wir denn frei gewordene Zeit – sofern wir sie haben – auch richtig?

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Flexibles Arbeiten – Neue Freiheit oder Stressfalle?

Flexible Arbeitszeitmodelle halten immer mehr Einzug in Unternehmen. Besonders das Konzept Teleworking, d.h. arbeiten von zu Hause aus, erlebt aktuell lt. Experten einen neuen Frühling.[1] Aber bringt diese neue Autonomie wirklich nur Gutes oder verbirgt sich dahinter gar eine neue Stressfalle? Ein Bericht auf orf.at mit dem Titel „Flexibilität am Rande der Ausbeutung“ hat mich dazu angeregt, einen Blogbeitrag zu schreiben und auch meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema „Flexibles Arbeiten“ mit Ihnen zu teilen. – Autor: GF

Es scheint ein Patentrezept für all jene zu sein, die sich mehr Unabhängigkeit und selbstbestimmtes Arbeiten wünschen. Ursprünglich wurde Teleworking – auch als Homeworking oder arbeiten im Homeoffice bezeichnet – entwickelt, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Heute schätzen es auch Mitarbeiter ohne Kinderbetreuungspflichten, von zu Hause aus zu arbeiten. In einer Welt gewandelter Werte, in der die vielzitierte Generation Y immer mehr Fokus auf Familie, Freizeit und Gesundheit legt, sind Arbeitgeber fast gezwungen, sich den Bedürfnissen und Lebensmodellen ihrer Mitarbeiter anzupassen. Mehr Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und –ort wird notwendig.

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